slow club (uk) | annalena bludau (d) | konzert
Er spielt Gitarre, Sie trommelt, Beide singen. Wer muss da nicht unweigerlich an die WHITE STRIPES denken? Der Vergleich hinkt allerdings, weil das junge Duo SLOW CLUB aus Sheffield stammt und deshalb die britische Färbung in seinen Songs unmöglich verleugnen kann. Dabei haben Rebecca Taylor und Charles Watson die Lo-Fi Attitüde mit Jack und Meg grundsätzlich durchaus gemeinsam, Doch die beiden Briten gehen ihre Sache entschieden ruhiger an. Melancholische Balladen, luftiger Folk und schwärmerische Country-Duette wie bei Johnny Cash und June Carter gelten als Koordinaten ihrer Musik, zumal auch hier thematisch das weite Feld der ganz großen Liebe ausdauernd beackert wird. “I look at you, you look away. It’s the beginning of the end today”, säuselt das Duo einträchtig im wunderbaren Leaving-Song “Apples and Pairs”, ehe man der ganzen Herzschmerz am Ende doch etwas Positives abgewinnt: “But for fifteen minutes or so, we were there”. Doch SLOW CLUB können in ihren lyrischen Romanzen auch selbstironisch bis beißend werden und wechseln dann in den Upbeat, der in Stücken wie “It Doesn’t Have To Be Beautiful” fast schon an Rockabilly angelehnt ist.
“…Sie mag zu singen in einer geraden Linie auf einer Serpentine, auf Wind ihre Worte rund um die in gerader Linie, Ton lauter, wenn gesang niedrig und werden einfach, wenn Dinge nicht, beziehungsweise…” Annalena Bludau ist eine Singer/Songwriterinn im klassischen Sinn. Mit ihrer spärlich instrumentierten Songs von erhabener Einfachheit und poetischer Melancholie hat sich die junge bremerin in den letzten Jahren eine stetig wachsende Fangemeinde erspielt.
www.lastfm.de/music/Annalena+Bludau

